{"id":383,"date":"2004-03-20T15:31:43","date_gmt":"2004-03-20T13:31:43","guid":{"rendered":"https:\/\/kayalbert.de\/baerdel\/?p=383"},"modified":"2017-03-11T15:37:42","modified_gmt":"2017-03-11T13:37:42","slug":"manifest-der-kommunisten-und-der-globalisierer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kayalbert.de\/baerdel\/2004\/03\/manifest-der-kommunisten-und-der-globalisierer\/","title":{"rendered":"Manifest der Kommunisten und der Globalisierer"},"content":{"rendered":"<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/kulle4.jpg\" alt=\"Kulle\" width=\"440\" height=\"330\" \/><\/div>\n<p>Ich empfehle, diese zwei Manifeste im direkten Zeilenvergleich zu lesen -dies ist leichter mit der folgenden PDF-Datei, die browser- und betriebssystemunabh\u00e4ngig ist:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/manif.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/manif.pdf<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es folgen die Texte f\u00fcr die Suche:<br \/>\nEin Gespenst geht um in Europa &#8211; das Gespenst des Kommunismus. Alle M\u00e4chte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verb\u00fcndet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, franz\u00f6sische Radikale und deutsche Polizisten.<br \/>\nWo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als kommunistisch verschrien worden w\u00e4re, wo die Oppositionspartei, die den fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktion\u00e4ren Gegnern den brandmarkenden Vorwurf des Kommunismus nicht zur\u00fcckgeschleudert h\u00e4tte?<br \/>\nZweierlei geht aus dieser Tatsache hervor.<br \/>\nDer Kommunismus wird bereits von allen europ\u00e4ischen M\u00e4chten als eine Macht anerkannt.<br \/>\nEs ist hohe Zeit, da\u00df die Kommunisten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem M\u00e4rchen vom Gespenst des Kommunismus ein Manifest der Partei selbst entgegenstellen.<br \/>\nZu diesem Zweck haben sich Kommunisten der verschiedensten Nationalit\u00e4t in London versammelt und das folgende Manifest entworfen, das in englischer, franz\u00f6sischer, deutscher, italienischer, fl\u00e4mischer und d\u00e4nischer Sprache ver\u00f6ffentlicht wird.<\/p>\n<p>Bourgeois und Proletarier<br \/>\nDie Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenk\u00e4mpfen.<br \/>\nFreier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftb\u00fcrger und Gesell, kurz, Unterdr\u00fccker und Unterdr\u00fcckte standen in stetem Gegensatz zueinander, f\u00fchrten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolution\u00e4ren Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der k\u00e4mpfenden Klassen.<br \/>\nIn den fr\u00fcheren Epochen der Geschichte finden wir fast \u00fcberall eine vollst\u00e4ndige Gliederung der Gesellschaft in verschiedene St\u00e4nde, eine mannigfaltige Abstufung der gesellschaftlichen Stellungen. Im alten Rom haben wir Patrizier, Ritter, Plebejer, Sklaven; im Mittelalter Feudalherren, Vasallen, Zunftb\u00fcrger, Gesellen, Leibeigene, und noch dazu in fast jeder dieser Klassen besondere Abstufungen.<br \/>\nDie aus dem Untergang der feudalen Gesellschaft hervorgegangene moderne b\u00fcrgerliche Gesellschaft hat die Klassengegens\u00e4tze nicht aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue Bedingungen der Unterdr\u00fcckung, neue Gestaltungen des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt.<br \/>\nUnsere Epoche, die Epoche der Bourgeoisie, zeichnet sich jedoch dadurch aus, da\u00df sie die Klassengegens\u00e4tze vereinfacht hat. Die ganze Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei gro\u00dfe feindliche Lager, in zwei gro\u00dfe, einander direkt gegen\u00fcberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat.<br \/>\nAus den Leibeigenen des Mittelalters gingen die Pfahlb\u00fcrger der ersten St\u00e4dte hervor; aus dieser Pfahlb\u00fcrgerschaft entwickelten sich die ersten Elemente der Bourgeoisie.<br \/>\nDie Entdeckung Amerikas, die Umschiffung Afrikas schufen der aufkommenden Bourgeoisie ein neues Terrain. Der ostindische und chinesische Markt, die Kolonisierung von Amerika, der Austausch mit den Kolonien, die Vermehrung der Tauschmittel und der Waren \u00fcberhaupt gaben dem Handel, der Schiffahrt, der Industrie einen nie gekannten Aufschwung und damit dem revolution\u00e4ren Element in der zerfallenden feudalen Gesellschaft eine rasche Entwicklung.<br \/>\nDie bisherige feudale oder z\u00fcnftige Betriebsweise der Industrie reichte nicht mehr aus f\u00fcr den mit neuen M\u00e4rkten anwachsenden Bedarf. Die Manufaktur trat an ihre Stelle. Die Zunftmeister wurden verdr\u00e4ngt durch den industriellen Mittelstand; die Teilung der Arbeit zwischen den verschiedenen Korporationen verschwand vor der Teilung der Arbeit in der einzelnen Werkstatt selbst.<br \/>\nAber immer wuchsen die M\u00e4rkte, immer stieg der Bedarf. Auch die Manufaktur reichte nicht mehr aus. Da revolutionierte der Dampf und die Maschinerie die industrielle Produktion. An die Stelle der Manufaktur trat die moderne gro\u00dfe Industrie, an die Stelle des industriellen Mittelstandes traten die industriellen Million\u00e4re, die Chefs ganzer industrieller Armeen, die modernen Bourgeois.<br \/>\nDie gro\u00dfe Industrie hat den Weltmarkt hergestellt, den die Entdeckung Amerikas vorbereitete. Der Weltmarkt hat dem Handel, der Schiffahrt, den Landkommunikationen eine unerme\u00dfliche Entwicklung gegeben. Diese hat wieder auf die Ausdehnung der Industrie zur\u00fcckgewirkt, und in demselben Ma\u00dfe, worin Industrie, Handel, Schiffahrt, Eisenbahnen sich ausdehnten, in demselben Ma\u00dfe entwickelte sich die Bourgeoisie, vermehrte sie ihre Kapitalien, dr\u00e4ngte sie alle vom Mittelalter her \u00fcberlieferten Klassen in den Hintergrund.<br \/>\nWir sehen also, wie die moderne Bourgeoisie selbst das Produkt eines langen Entwicklungsganges, einer Reihe von Umw\u00e4lzungen in der Produktions- und Verkehrsweise ist.<br \/>\nJede dieser Entwicklungsstufen der Bourgeoisie war begleitet von einem entsprechenden politischen Fortschritt. Unterdr\u00fcckter Stand unter der Herrschaft der Feudalherren, bewaffnete und sich selbst verwaltende Assoziation in der Kommune, hier unabh\u00e4ngige st\u00e4dtische Republik, dort dritter steuerpflichtiger Stand der Monarchie, dann zur Zeit der Manufaktur Gegengewicht gegen den Adel in der st\u00e4ndischen oder in der absoluten Monarchie, Hauptgrundlage der gro\u00dfen Monarchien \u00fcberhaupt, erk\u00e4mpfte sie sich endlich seit der Herstellung der gro\u00dfen Industrie und des Weltmarktes im modernen Repr\u00e4sentativstaat die ausschlie\u00dfliche politische Herrschaft. Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschu\u00df, der die gemeinschaftlichen Gesch\u00e4fte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.<br \/>\nDie Bourgeoisie hat in der Geschichte eine h\u00f6chst revolution\u00e4re Rolle gespielt.<br \/>\nDie Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verh\u00e4ltnisse zerst\u00f6rt. Sie hat die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen nat\u00fcrlichen Vorgesetzten kn\u00fcpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch \u00fcbriggelassen als das nackte Interesse, als die gef\u00fchllose &#8222;bare Zahlung&#8220;. Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schw\u00e4rmerei, der ritterlichen Begeisterung, der spie\u00dfb\u00fcrgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertr\u00e4nkt. Sie hat die pers\u00f6nliche W\u00fcrde in den Tauschwert aufgel\u00f6st und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religi\u00f6sen und politischen Illusionen verh\u00fcllten Ausbeutung die offene, unversch\u00e4mte, direkte, d\u00fcrre Ausbeutung gesetzt.<br \/>\nDie Bourgeoisie hat alle bisher ehrw\u00fcrdigen und mit frommer Scheu betrachteten T\u00e4tigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.<br \/>\nDie Bourgeoisie hat dem Familienverh\u00e4ltnis seinen r\u00fchrend-sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines Geldverh\u00e4ltnis zur\u00fcckgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Bourgeoisie hat enth\u00fcllt, wie die brutale Kraft\u00e4u\u00dferung, die die Reaktion so sehr am Mittelalter bewundert, in der tr\u00e4gsten B\u00e4renh\u00e4uterei ihre passende Erg\u00e4nzung fand. Erst sie hat bewiesen, was die T\u00e4tigkeit der Menschen zustande bringen kann. Sie hat ganz andere Wunderwerke vollbracht als \u00e4gyptische Pyramiden, r\u00f6mische Wasserleitungen und gotische Kathedralen, sie hat ganz andere Z\u00fcge ausgef\u00fchrt als V\u00f6lkerwanderungen und Kreuzz\u00fcge.<br \/>\nDie Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente, also die Produktionsverh\u00e4ltnisse, also s\u00e4mtliche gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse fortw\u00e4hrend zu revolutionieren. Unver\u00e4nderte Beibehaltung der alten Produktionsweise war dagegen die erste Existenzbedingung aller fr\u00fcheren industriellen Klassen. Die fortw\u00e4hrende Umw\u00e4lzung der Produktion, die ununterbrochene Ersch\u00fctterung aller gesellschaftlichen Zust\u00e4nde, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verh\u00e4ltnisse mit ihrem Gefolge von altehrw\u00fcrdigen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgel\u00f6st, alle neugebildeten veralten, ehe sie verkn\u00f6chern k\u00f6nnen. Alles St\u00e4ndische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht, und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit n\u00fcchternen Augen anzusehen.<br \/>\nDas Bed\u00fcrfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz f\u00fcr ihre Produkte jagt die Bourgeoisie \u00fcber die ganze Erdkugel. \u00dcberall mu\u00df sie sich einnisten, \u00fcberall anbauen, \u00fcberall Verbindungen herstellen.<br \/>\n|466| Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumption aller L\u00e4nder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum gro\u00dfen Bedauern der Reaktion\u00e4re den nationalen Boden der Industrie unter den F\u00fc\u00dfen weggezogen. Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden und werden noch t\u00e4glich vernichtet. Sie werden verdr\u00e4ngt durch neue Industrien, deren Einf\u00fchrung eine Lebensfrage f\u00fcr alle zivilisierten Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe, sondern den entlegensten Zonen angeh\u00f6rige Rohstoffe verarbeiten und deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen zugleich verbraucht werden.<br \/>\nAn die Stelle der alten, durch Landeserzeugnisse befriedigten Bed\u00fcrfnisse treten neue, welche die Produkte der entferntesten L\u00e4nder und Klimate zu ihrer Befriedigung erheischen. An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgen\u00fcgsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abh\u00e4ngigkeit der Nationen voneinander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschr\u00e4nktheit wird mehr und mehr unm\u00f6glich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur.<br \/>\nDie Bourgeoisie rei\u00dft durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterte Kommunikation alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waren sind die schwere Artillerie, mit der sie alle chinesischen Mauern in den Grund schie\u00dft, mit der sie den hartn\u00e4ckigsten Fremdenha\u00df der Barbaren zur Kapitulation zwingt. Sie zwingt alle Nationen, die Produktionsweise der Bourgeoisie sich anzueignen, wenn sie nicht zugrunde gehen wollen; sie zwingt sie, die sogenannte Zivilisation bei sich selbst einzuf\u00fchren, d.h. Bourgeois zu werden. Mit einem Wort, sie schafft sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde.<br \/>\nDie Bourgeoisie hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen. Sie hat enorme St\u00e4dte geschaffen, sie hat die Zahl der st\u00e4dtischen Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber der l\u00e4ndlichen in hohem Grade vermehrt und so einen bedeutenden Teil der Bev\u00f6lkerung dem Idiotismus des Landlebens entrissen. Wie sie das Land von der Stadt, hat sie die barbarischen und halbbarbarischen L\u00e4nder von den zivilisierten, die Bauernv\u00f6lker von den Bourgeoisv\u00f6lkern, den Orient vom Okzident abh\u00e4ngig gemacht.<br \/>\nDie Bourgeoisie hebt mehr und mehr die Zersplitterung der Produktionsmittel, des Besitzes und der Bev\u00f6lkerung auf. Sie hat die Bev\u00f6lkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen H\u00e4nden konzentriert. Die notwendige Folge hiervon war die politische Zentralisation. Unabh\u00e4ngige, fast nur verb\u00fcndete Provinzen mit verschiedenen Interessen, Gesetzen, Regierungen und Z\u00f6llen wurden zusammengedr\u00e4ngt in eine Nation, eine Regierung, ein Gesetz, ein nationales Klasseninteresse, eine Douanenlinie.<br \/>\nDie Bourgeoisie hat in ihrer kaum hundertj\u00e4hrigen Klassenherrschaft massenhaftere und kolossalere Produktionskr\u00e4fte geschaffen als alle vergangenen Generationen zusammen. Unterjochung der Naturkr\u00e4fte, Maschinerie, Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Dampfschiffahrt, Eisenbahnen, elektrische Telegraphen, Urbarmachung ganzer Weltteile, Schiffbarmachung der Fl\u00fcsse, ganze aus dem Boden hervorgestampfte Bev\u00f6lkerungen &#8211; welches fr\u00fchere Jahrhundert ahnte, da\u00df solche Produktionskr\u00e4fte im Scho\u00df der gesellschaftlichen Arbeit schlummerten.<br \/>\nWir haben also gesehen: Die Produktions- und Verkehrsmittel, auf deren Grundlage sich die Bourgeoisie heranbildete, wurden in der feudalen Gesellschaft erzeugt. Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung dieser Produktions- und Verkehrsmittel entsprachen die Verh\u00e4ltnisse, worin die feudale Gesellschaft produzierte und austauschte, die feudale Organisation der Agrikultur und Manufaktur, mit einem Wort die feudalen Eigentumsverh\u00e4ltnisse den schon entwickelten Produktivkr\u00e4ften nicht mehr. Sie hemmten die Produktion, statt sie zu f\u00f6rdern. Sie verwandelten sich in ebensoviele Fesseln. Sie mu\u00dften gesprengt werden, sie wurden gesprengt.<br \/>\nAn ihre Stelle trat die freie Konkurrenz mit der ihr angemessenen gesellschaftlichen und politischen Konstitution, mit der \u00f6konomischen und politischen Herrschaft der Bourgeoisklasse.<br \/>\nUnter unsern Augen geht eine \u00e4hnliche Bewegung vor. Die b\u00fcrgerlichen Produktions- und Verkehrsverh\u00e4ltnisse, die b\u00fcrgerlichen Eigentumsverh\u00e4ltnisse, die moderne b\u00fcrgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor. Seit Dezennien ist die Geschichte der Industrie und des Handels nur die Geschichte der Emp\u00f6rung der modernen Produktivkr\u00e4fte gegen die modernen Produktionsverh\u00e4ltnisse, gegen die Eigentumsverh\u00e4ltnisse, welche die Lebensbedingungen der Bourgeoisie und ihrer Herrschaft sind. Es gen\u00fcgt, die Handelskrisen zu nennen, welche in ihrer periodischen Wiederkehr immer drohender die Existenz der ganzen b\u00fcrgerlichen Gesellschaft in Frage stellen. In den Handelskrisen wird ein gro\u00dfer Teil nicht nur der erzeugten Produkte, sondern der bereits geschaffenen Produktivkr\u00e4fte regelm\u00e4\u00dfig vernichtet. In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen fr\u00fcheren Epochen als ein Widersinn erschienen w\u00e4re &#8211; die Epidemie der \u00dcberproduktion. Die Gesellschaft findet sich pl\u00f6tzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zur\u00fcckversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zuviel Zivilisation, zuviel Lebensmittel, zuviel Industrie, zuviel Handel besitzt. Die Produktivkr\u00e4fte, die ihr zur Verf\u00fcgung stehen, dienen nicht mehr zur Bef\u00f6rderung der b\u00fcrgerlichen Eigentumsverh\u00e4ltnisse; im Gegenteil, sie sind zu gewaltig f\u00fcr diese Verh\u00e4ltnisse geworden, sie werden von ihnen gehemmt; und sobald sie dies Hemmnis \u00fcberwinden, bringen sie die ganze b\u00fcrgerliche Gesellschaft in Unordnung, gef\u00e4hrden sie die Existenz des b\u00fcrgerlichen Eigentums. Die b\u00fcrgerlichen Verh\u00e4ltnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen. &#8211; Wodurch \u00fcberwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkr\u00e4ften; anderseits durch die Eroberung neuer M\u00e4rkte und die gr\u00fcndlichere Ausbeutung alter M\u00e4rkte. Wodurch also? Dadurch, da\u00df sie allseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert.<br \/>\nDie Waffen, womit die Bourgeoisie den Feudalismus zu Boden geschlagen hat, richten sich jetzt gegen die Bourgeoisie selbst.<br \/>\nAber die Bourgeoisie hat nicht nur die Waffen geschmiedet, die ihr den Tod bringen; sie hat auch die M\u00e4nner gezeugt, die diese Waffen f\u00fchren werden &#8211; die modernen Arbeiter, die Proletarier.<br \/>\nIn demselben Ma\u00dfe, worin sich die Bourgeoisie, d.h. das Kapital, entwickelt, in demselben Ma\u00dfe entwickelt sich das Proletariat, die Klasse der modernen Arbeiter, die nur so lange leben, als sie Arbeit finden, und die nur so lange Arbeit finden, als ihre Arbeit das Kapital vermehrt. Diese Arbeiter, die sich st\u00fcckweis verkaufen m\u00fcssen, sind eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und daher gleichm\u00e4\u00dfig allen Wechself\u00e4llen der Konkurrenz, allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt.<br \/>\nDie Arbeit der Proletarier hat durch die Ausdehnung der Maschinerie und die Teilung der Arbeit allen selbst\u00e4ndigen Charakter und damit allen Reiz f\u00fcr die Arbeiter verloren. Er wird ein blo\u00dfes Zubeh\u00f6r der Maschine, von dem nur der einfachste, eint\u00f6nigste, am leichtesten erlernbare Handgriff verlangt wird. Die Kosten, die der Arbeiter verursacht, beschr\u00e4nken sich daher fast nur auf die Lebensmittel, die er zu seinem Unterhalt und zur Fortpflanzung seiner Race bedarf. Der Preis einer Ware, also auch der Arbeit, ist aber gleich ihren Produktionskosten. In demselben Ma\u00dfe, in dem die Widerw\u00e4rtigkeit der Arbeit w\u00e4chst, nimmt daher der Lohn ab. Noch mehr, in demselben Ma\u00dfe, wie Maschinerie und Teilung der Arbeit zunehmen, in demselben Ma\u00dfe nimmt auch die Masse der Arbeit zu, sei es durch Vermehrung der Arbeitsstunden, sei es durch Vermehrung der in einer gegebenen Zeit geforderten Arbeit, beschleunigten Lauf der Maschinen usw.<br \/>\nDie moderne Industrie hat die kleine Werkstube des patriarchalischen Meisters in die gro\u00dfe Fabrik des industriellen Kapitalisten verwandelt. Arbeitermassen, in der Fabrik zusammengedr\u00e4ngt, werden soldatisch organisiert. Sie werden als gemeine Industriesoldaten unter die Aufsicht einer vollst\u00e4ndigen Hierarchie von Unteroffizieren und Offizieren gestellt. Sie sind nicht nur Knechte der Bourgeoisie, des Bourgeoisstaates, sie sind t\u00e4glich und st\u00fcndlich geknechtet von der Maschine, von dem Aufseher und vor allem von den einzelnen fabrizierenden Bourgeois selbst. Diese Despotie ist um so kleinlicher, geh\u00e4ssiger, erbitterter, je offener sie den Erwerb als ihren Zweck proklamiert.<br \/>\nJe weniger die Handarbeit Geschicklichkeit und Kraft\u00e4u\u00dferung erheischt, d.h. je mehr die moderne Industrie sich entwickelt, desto mehr wird die Arbeit der M\u00e4nner durch die der Weiber verdr\u00e4ngt. Geschlechts- und Altersunterschiede haben keine gesellschaftliche Geltung mehr f\u00fcr die Arbeiterklasse. Es gibt nur noch Arbeitsinstrumente, die je nach Alter und Geschlecht verschiedene Kosten machen.<br \/>\nIst die Ausbeutung des Arbeiters durch den Fabrikanten so weit beendigt, da\u00df er seinen Arbeitslohn bar ausgezahlt erh\u00e4lt, so fallen die anderen Teile der Bourgeoisie \u00fcber ihn her, der Hausbesitzer, der Kr\u00e4mer, der Pfandleiher usw.<br \/>\nDie bisherigen kleinen Mittelst\u00e4nde, die kleinen Industriellen, Kaufleute und Rentiers, die Handwerker und Bauern, alle diese Klassen fallen ins Proletariat hinab, teils dadurch, da\u00df ihr kleines Kapital f\u00fcr den Betrieb der gro\u00dfen Industrie nicht ausreicht und der Konkurrenz mit den gr\u00f6\u00dferen Kapitalisten erliegt, teils dadurch, da\u00df ihre Geschicklichkeit von neuen Produktionsweisen entwertet wird. So rekrutiert sich das Proletariat aus allen Klassen der Bev\u00f6lkerung.<br \/>\nDas Proletariat macht verschiedene Entwicklungsstufen durch. Sein Kampf gegen die Bourgeoisie beginnt mit seiner Existenz.<br \/>\nIm Anfang k\u00e4mpfen die einzelnen Arbeiter, dann die Arbeiter einer Fabrik, dann die Arbeiter eines Arbeitszweiges an einem Ort gegen den einzelnen Bourgeois, der sie direkt ausbeutet. Sie richten ihre Angriffe nicht nur gegen die b\u00fcrgerlichen Produktionsverh\u00e4ltnisse, sie richten sie gegen die Produktionsinstrumente selbst; sie vernichten die fremden konkurrierenden Waren, sie zerschlagen die Maschinen, sie stecken die Fabriken in Brand, die suchen die untergegangene Stellung des mittelalterlichen Arbeiters wiederzuerringen.<br \/>\nAuf dieser Stufe bilden die Arbeiter eine \u00fcber das Land zerstreute und durch die Konkurrenz zersplitterte Masse. Massenhaftes Zusammenhalten der Arbeiter ist noch nicht die Folge ihrer eigenen Vereinigung, sondern die Folge der Vereinigung der Bourgeoisie, die zur Erreichung ihrer eigenen politischen Zwecke das ganze Proletariat in Bewegung setzen mu\u00df und es einstweilen noch kann.<br \/>\nAuf dieser Stufe bek\u00e4mpfen die Proletarier also noch nicht ihre Feinde, sondern die Feinde ihrer Feinde, die Reste der absoluten Monarchie, die Grundeigent\u00fcmer, die nichtindustriellen Bourgeois, die Kleinb\u00fcrger. Die ganze geschichtliche Bewegung ist so in den H\u00e4nden der Bourgeoisie konzentriert; jeder Sieg, der so errungen wird, ist ein Sieg der Bourgeoisie.<br \/>\nAber mit der Entwicklung der Industrie vermehrt sich nicht nur das Proletariat; es wird in gr\u00f6\u00dferen Massen zusammengedr\u00e4ngt, seine Kraft w\u00e4chst, und es f\u00fchlt sie immer mehr. Die Interessen, die Lebenslagen innerhalb des Proletariats gleichen sich immer mehr aus, indem die Maschinerie mehr und mehr die Unterschiede der Arbeit verwischt und den Lohn fast \u00fcberall auf ein gleich niedriges Niveau herabdr\u00fcckt. Die wachsende Konkurrenz der Bourgeois unter sich und die daraus hervorgehenden Handelskrisen machen den Lohn der Arbeiter immer schwankender; die immer rascher sich entwickelnde, unaufh\u00f6rliche Verbesserung der Maschinerie macht ihre ganze Lebensstellung immer unsicherer; immer mehr nehmen die Kollisionen zwischen dem einzelnen Arbeiter und dem einzelnen Bourgeois den Charakter von Kollisionen zweier Klassen an. Die Arbeiter beginnen damit, Koalitionen gegen die Bourgeois zu bilden; sie treten zusammen zur Behauptung ihres Arbeitslohns. Sie stiften selbst dauernde Assoziationen, um sich f\u00fcr die gelegentlichen Emp\u00f6rungen zu verproviantieren. Stellenweis bricht der Kampf in Emeuten aus.<br \/>\nVon Zeit zu Zeit siegen die Arbeiter, aber nur vor\u00fcbergehend. Das eigentliche Resultat ihrer K\u00e4mpfe ist nicht der unmittelbare Erfolg, sondern die immer weiter um sich greifende Vereinigung der Arbeiter. Sie wird bef\u00f6rdert durch die wachsenden Kommunikationsmittel, die von der gro\u00dfen Industrie erzeugt werden und die Arbeiter der verschiedenen Lokalit\u00e4ten miteinander in Verbindung setzen. Es bedarf aber blo\u00df der Verbindung, um die vielen Lokalk\u00e4mpfe von \u00fcberall gleichem Charakter zu einem nationalen, zu einem Klassenkampf zu zentralisieren. Jeder Klassenkampf ist aber ein politischer Kampf. Und die Vereinigung, zu der die B\u00fcrger des Mittelalters mit ihren Vizinalwegen Jahrhunderte bedurften, bringen die modernen Proletarier mit den Eisenbahnen in wenigen Jahren zustande.<br \/>\nDiese Organisation der Proletarier zur Klasse, und damit zur politischen Partei, wird jeden Augenblick wieder gesprengt durch die Konkurrenz unter den Arbeitern selbst. Aber sie ersteht immer wieder, st\u00e4rker, fester, m\u00e4chtiger. Sie erzwingt die Anerkennung einzelner Interesse der Arbeiter in Gesetzesform, indem sie die Spaltungen der Bourgeoisie unter sich benutzt. So die Zehnstundenbill in England.<br \/>\nDie Kollisionen der alten Gesellschaft \u00fcberhaupt f\u00f6rdern mannigfach den Entwicklungsgang des Proletariats. Die Bourgeoisie befindet sich in fortw\u00e4hrendem Kampfe: anfangs gegen die Aristokratie; sp\u00e4ter gegen die Teile der Bourgeoisie selbst, deren Interessen mit dem Fortschritt der Industrie in Widerspruch geraten; stets gegen die Bourgeoisie aller ausw\u00e4rtigen L\u00e4nder. In allen diesen K\u00e4mpfen sieht sie sich gen\u00f6tigt, an das Proletariat zu appellieren, seine H\u00fclfe in Anspruch zu nehmen und es so in die politische Bewegung hineinzurei\u00dfen. Sie selbst f\u00fchrt also dem Proletariat ihre eigenen Bildungselemente, d.h. Waffen gegen sich selbst, zu.<br \/>\nEs werden ferner, wie wir sahen, durch den Fortschritt der Industrie ganze Bestandteile der herrschenden Klasse ins Proletariat hinabgeworfen oder wenigstens in ihren Lebensbedingungen bedroht. Auch sie f\u00fchren dem Proletariat eine Masse Bildungselemente zu.<br \/>\nIn Zeiten endlich, wo der Klassenkampf sich der Entscheidung n\u00e4hert, nimmt der Aufl\u00f6sungsproze\u00df innerhalb der herrschenden Klasse, innerhalb der ganzen alten Gesellschaft, einen so heftigen, so grellen Charakter an, da\u00df ein kleiner Teil der herrschenden Klasse sich von ihr lossagt und sich der revolution\u00e4ren Klasse anschlie\u00dft, der Klasse, welche die Zukunft in ihren H\u00e4nden tr\u00e4gt. Wie daher fr\u00fcher ein Teil des Adels zur Bourgeoisie \u00fcberging, so geht jetzt ein Teil der Bourgeoisie zum Proletariat \u00fcber, und namentlich ein Teil dieser Bourgeoisideologen, welche zum theoretischen Verst\u00e4ndnis der ganzen geschichtlichen Bewegung sich hinaufgearbeitet haben.<br \/>\nVon allen Klassen, welche heutzutage der Bourgeoisie gegen\u00fcberstehen, ist nur das Proletariat eine wirklich revolution\u00e4re Klasse. Die \u00fcbrigen Klassen verkommen und gehen unter mit der gro\u00dfen Industrie, das Proletariat ist ihr eigenstes Produkt.<br \/>\nDie Mittelst\u00e4nde, der kleine Industrielle, der kleine Kaufmann, der Handwerker, der Bauer, sie alle bek\u00e4mpfen die Bourgeoisie, um ihre Existenz als Mittelst\u00e4nde vor dem Untergang zu sichern. Sie sind also nicht revolution\u00e4r, sondern konservativ. Noch mehr, sie sind reaktion\u00e4r, sie suchen das Rad der Geschichte zur\u00fcckzudrehen. Sind sie revolution\u00e4r, so sind sie es im Hinblick auf den ihnen bevorstehenden \u00dcbergang ins Proletariat, so verteidigen sie nicht ihre gegenw\u00e4rtigen, sondern ihre zuk\u00fcnftigen Interessen, so verlassen sie ihren eigenen Standpunkt, um sich auf den des Proletariats zu stellen. &#8211;<br \/>\nDas Lumpenproletariat, diese passive Verfaulung der untersten Schichten der alten Gesellschaft, wird durch eine proletarische Revolution stellenweise in die Bewegung hineingeschleudert, seiner ganzen Lebenslage nach wird es bereitwilliger sein, sich zu reaktion\u00e4ren Umtrieben erkaufen zu lassen.<br \/>\nDie Lebensbedingungen der alten Gesellschaft sind schon vernichtet in den Lebensbedingungen des Proletariats. Der Proletarier ist eigentumslos; sein Verh\u00e4ltnis zu Weib und Kindern hat nichts mehr gemein mit dem b\u00fcrgerlichen Familienverh\u00e4ltnis; die moderne industrielle Arbeit, die moderne Unterjochung unter das Kapital, dieselbe in England wie in Frankreich, in Amerika wie in Deutschland, hat ihm allen nationalen Charakter abgestreift. Die Gesetze, die Moral, die Religion sind f\u00fcr ihn ebenso viele b\u00fcrgerliche Vorurteile, hinter denen sich ebenso viele b\u00fcrgerliche Interessen verstecken.<br \/>\nAlle fr\u00fcheren Klassen, die sich die Herrschaft eroberten, suchten ihre schon erworbene Lebensstellung zu sichern, indem sie die ganze Gesellschaft den Bedingungen ihres Erwerbs unterwarfen. Die Proletarier k\u00f6nnen sich die gesellschaftlichen Produktivkr\u00e4fte nur erobern, indem sie ihre eigene bisherige Aneignungsweise und damit die ganze bisherige Aneignungsweise abschaffen. Die Proletarier haben nichts von dem Ihrigen zu sichern, sie haben alle bisherigen Privatsicherheiten und Privatversicherungen zu zerst\u00f6ren.<br \/>\nAlle bisherigen Bewegungen waren Bewegungen von Minorit\u00e4ten oder im Interesse von Minorit\u00e4ten. Die proletarische Bewegung ist die selbst\u00e4ndige Bewegung der ungeheuren Mehrzahl im Interesse der ungeheuren Mehrzahl. Das Proletariat, die unterste Schicht der jetzigen Gesellschaft, kann sich nicht erheben, nicht aufrichten, ohne da\u00df der ganze \u00dcberbau der Schichten, die die offizielle Gesellschaft bilden, in die Luft gesprengt wird.<br \/>\nObgleich nicht dem Inhalt, ist der Form nach der Kampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie zun\u00e4chst ein nationaler. Das Proletariat eines jeden Landes mu\u00df nat\u00fcrlich zuerst mit seiner eigenen Bourgeoisie fertig werden.<br \/>\nIndem wir die allgemeinsten Phasen der Entwicklung des Proletariats zeichneten, verfolgten wir den mehr oder minder versteckten B\u00fcrgerkrieg innerhalb der bestehenden Gesellschaft bis zu dem Punkt, wo er in eine offene Revolution ausbricht und durch den gewaltsamen Sturz der Bourgeoisie das Proletariat seine Herrschaft begr\u00fcndet.<br \/>\nAlle bisherige Gesellschaft beruhte, wie wir gesehen haben, auf dem Gegensatz unterdr\u00fcckender und unterdr\u00fcckter Klassen. Um aber eine Klasse unterdr\u00fccken zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen ihr Bedingungen gesichert sein, innerhalb derer sie wenigstens ihre knechtische Existenz fristen kann. Der Leibeigene hat sich zum Mitglied der Kommune in der Leibeigenschaft herangearbeitet wie der Kleinb\u00fcrger zum Bourgeois unter dem Joch des feudalistischen Absolutismus. Der moderne Arbeiter dagegen, statt sich mit dem Fortschritt der Industrie zu heben, sinkt immer tiefer unter die Bedingungen seiner eigenen Klasse herab. Der Arbeiter wird zum Pauper, und der Pauperismus entwickelt sich noch schneller als Bev\u00f6lkerung und Reichtum.<br \/>\nEs tritt hiermit offen hervor, da\u00df die Bourgeoisie unf\u00e4hig ist, noch l\u00e4nger die herrschende Klasse der Gesellschaft zu bleiben und die Lebensbedingungen ihrer Klasse der Gesellschaft als regelndes Gesetz aufzuzwingen. Sie ist unf\u00e4hig zu herrschen, weil sie unf\u00e4hig ist, ihrem Sklaven die Existenz selbst innerhalb seiner Sklaverei zu sichern, weil sie gezwungen ist, ihn in eine Lage herabsinken zu lassen, wo sie ihn ern\u00e4hren mu\u00df, statt von ihm ern\u00e4hrt zu werden. Die Gesellschaft kann nicht mehr unter ihr leben, d.h., ihr Leben ist nicht mehr vertr\u00e4glich mit der Gesellschaft.<br \/>\nDie wesentliche Bedingung f\u00fcr die Existenz und f\u00fcr die Herrschaft der Bourgeoisklasse ist die Anh\u00e4ufung des Reichtums in den H\u00e4nden von Privaten, die Bildung und Vermehrung des Kapitals; die Bedingung des Kapitals ist die Lohnarbeit. Die Lohnarbeit beruht ausschlie\u00dflich auf der Konkurrenz der Arbeiter unter sich. Der Fortschritt der Industrie, dessen willenloser und widerstandsloser Tr\u00e4ger die Bourgeoisie ist, setzt an die Stelle der Isolierung der Arbeiter durch die Konkurrenz ihre revolution\u00e4re Vereinigung durch die Assoziation. Mit der Entwicklung der gro\u00dfen Industrie wird also unter den F\u00fc\u00dfen der Bourgeoisie die Grundlage selbst hinweggezogen, worauf sie produziert und die Produkte sich aneignet. Sie produziert vor allem ihren eigenen Totengr\u00e4ber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleich unvermeidlich.<\/p>\n<p>P.D. Kulle<br \/>\n<i>155 Jahre sind genug \u2013 auch gro\u00dfe Gedanken \u00fcberholen sich. Es ist also an der Zeit, dem \u201eManifest der Kommunistischen Partei\u201c eine aktuelle Fassung gegen\u00fcberzustellen, und zwar in der Hoffnung, dass diese baldm\u00f6glichst auf dem M\u00fcllhaufen der Geschichte landet. <\/i><br \/>\nEin Gespenst geht um in der Welt &#8211; das Gespenst der Globalisierung. Alle M\u00e4chte der alten Welt haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verb\u00fcndet, der Papst und Lula, Bin Laden und Kim Il Sung, Attac und deutsche Gewerkschafter.<br \/>\nWo ist die Regierungspartei, die nicht von ihren oppositionellen Gegnern als globalistisch verschrien worden w\u00e4re, wo die Regierungspartei, die den stehen gebliebenen Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktion\u00e4ren Gegnern den brandmarkenden Vorwurf der Globalisierungsfeindlichkeit nicht zur\u00fcckgeschleudert h\u00e4tte?<br \/>\nZweierlei geht aus dieser Tatsache hervor.<br \/>\nDie Globalisierung wird bereits von allen Weltm\u00e4chten als eine Macht anerkannt.<br \/>\nEs ist hohe Zeit, dass die Globalisierer ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem M\u00e4rchen vom Gespenst der Globalisierung ein Manifest der Globalisierungspartei selbst entgegenstellen.<br \/>\nZu diesem Zweck haben sich Globalisierer der verschiedensten Nationalit\u00e4t in London versammelt und das folgende Manifest entworfen, das in englischer, franz\u00f6sischer, spanischer, chinesischer und japanischer Sprache ver\u00f6ffentlicht wird.<br \/>\nDie Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenk\u00e4mpfen.<br \/>\nFreier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftb\u00fcrger und Gesell, kurz, Unterdr\u00fccker und Unterdr\u00fcckte standen in stetem Gegensatz zueinander, f\u00fchrten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedes Mal mit einer revolution\u00e4ren Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der k\u00e4mpfenden Klassen.<br \/>\nIn den fr\u00fcheren Epochen der Geschichte finden wir fast \u00fcberall eine vollst\u00e4ndige Gliederung der Gesellschaft in verschiedene St\u00e4nde, eine mannigfaltige Abstufung der gesellschaftlichen Stellungen. Im alten Rom haben wir Patrizier, Ritter, Plebejer, Sklaven; im Mittelalter Feudalherren, Vasallen, Zunftb\u00fcrger, Gesellen, Leibeigene, und noch dazu in fast jeder dieser Klassen besondere Abstufungen.<br \/>\nDie aus dem Untergang der feudalen Gesellschaft hervorgegangene moderne globalisierte Gesellschaft hat die Klassengegens\u00e4tze bisher noch nicht v\u00f6llig aufgehoben. Sie hat aber neue Klassen an die Stelle der alten gesetzt.<br \/>\nUnsere Epoche, die Epoche der Globalisierung, zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Klassengegens\u00e4tze vereinfacht hat. Die ganze Gesellschaft spaltete sich mehr und mehr in zwei gro\u00dfe feindliche Lager, in zwei gro\u00dfe, einander direkt gegen\u00fcberstehende Klassen: Globalisierer und Globalisierungsfeinde, deren eine gro\u00dfe Fraktion zun\u00e4chst die Proletarier darstellten.<br \/>\nAus den Leibeigenen des Mittelalters gingen die Pfahlb\u00fcrger der ersten St\u00e4dte hervor; aus dieser Pfahlb\u00fcrgerschaft entwickelten sich die ersten Elemente der Globalisierer.<br \/>\nDie Entdeckung Amerikas, die Umschiffung Afrikas schufen den aufkommenden Globalisierern ein neues Terrain. Der ostindische und chinesische Markt, die Kolonisierung von Amerika, der Austausch mit den Kolonien, die Vermehrung der Tauschmittel und der Waren \u00fcberhaupt gaben dem Handel, der Schifffahrt, der Industrie einen nie gekannten Aufschwung und damit dem revolution\u00e4ren Element in der zerfallenden feudalen Gesellschaft eine rasche Entwicklung.<br \/>\nDie bisherige feudale oder z\u00fcnftige Betriebsweise der Industrie reichte nicht mehr aus f\u00fcr den mit neuen M\u00e4rkten anwachsenden Bedarf. Die Manufaktur trat an ihre Stelle. Die Zunftmeister wurden verdr\u00e4ngt durch den industriellen Mittelstand; die Teilung der Arbeit zwischen den verschiedenen Korporationen verschwand vor der Teilung der Arbeit in der einzelnen Werkstatt selbst.<br \/>\nAber immer wuchsen die M\u00e4rkte, immer stieg der Bedarf. Auch die Manufaktur reichte nicht mehr aus. Da revolutionierte der Dampf und die Maschinerie die industrielle Produktion. An die Stelle der Manufaktur trat die moderne gro\u00dfe Industrie, an die Stelle des industriellen Mittelstandes traten die industriellen Million\u00e4re, die Chefs ganzer industrieller Armeen, die modernen Globalisierer.<br \/>\nDie gro\u00dfe Industrie hat den Weltmarkt hergestellt, den die Entdeckung Amerikas vorbereitete. Der Weltmarkt hat dem Handel, der Schifffahrt, der Kommunikation eine unermessliche Entwicklung gegeben. Diese hat wieder auf die Ausdehnung der Industrie zur\u00fcckgewirkt, und in demselben Ma\u00dfe, worin Industrie, Handel, Schifffahrt, Eisenbahnen, Auto- und Flugverkehr und Kommunikation sich ausdehnten, in demselben Ma\u00dfe entwickelte sich die Globalisierung, vermehrte sie ihre Kapitalien, dr\u00e4ngte sie alle vom Mittelalter her \u00fcberlieferten Klassen in den Hintergrund.<br \/>\nWir sehen also, wie die Globalisierung selbst das Produkt eines langen Entwicklungsganges, einer Reihe von Umw\u00e4lzungen in der Produktions- und Verkehrsweise ist.<br \/>\nJede dieser Entwicklungsstufen der Globalisierung war begleitet von einem entsprechenden politischen Fortschritt: Unterdr\u00fcckter Stand unter der Herrschaft der Feudalherren, bewaffnete und sich selbst verwaltende Assoziation in der Kommune, hier unabh\u00e4ngige st\u00e4dtische Republik, dort dritter steuerpflichtiger Stand der Monarchie, dann zur Zeit der Manufaktur Gegengewicht gegen den Adel in der st\u00e4ndischen oder in der absoluten Monarchie, Hauptgrundlage der gro\u00dfen Monarchien \u00fcberhaupt, erk\u00e4mpfte sie sich endlich seit der Herstellung der gro\u00dfen Industrie und des Weltmarktes im modernen Repr\u00e4sentativstaat die ausschlie\u00dfliche politische Herrschaft. Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Gesch\u00e4fte der ganzen Globalisiererklasse verwaltet.<br \/>\nDie Globalisierer haben in der Geschichte eine h\u00f6chst revolution\u00e4re Rolle gespielt.<br \/>\nSie haben, wo sie zur Herrschaft gekommen, alle feudalen, patriarchalischen, ungerechten Verh\u00e4ltnisse zerst\u00f6rt. Sie haben die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen willk\u00fcrlichen Vorgesetzten kn\u00fcpften, barmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch \u00fcbrig gelassen als das Interesse, als die gerechte &#8222;bare Zahlung&#8220;. Sie haben die unheiligen Schauer der frommen Schw\u00e4rmerei, der ritterlichen Begeisterung, der spie\u00dfb\u00fcrgerlichen Wehmut in dem klaren Wasser individueller Verwirklichung ertr\u00e4nkt. Sie haben an die Stelle der so genannten pers\u00f6nlichen W\u00fcrde den jedem gegen\u00fcber gerechten Tauschwert und die Handelsfreiheit gesetzt. Sie haben, mit einem Wort, an die Stelle der mit religi\u00f6sen und politischen Illusionen verh\u00fcllten Ausbeutung die Chance zur Entfaltung einer jeden Pers\u00f6nlichkeit gesetzt.<br \/>\nDie Globalisierung hat alle bisher als ehrw\u00fcrdig geltenden und mit Aberglauben betrachteten T\u00e4tigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre Dienste gestellt.<br \/>\nDie Globalisierung hat dem Familienverh\u00e4ltnis seinen falschen sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein Solidarverh\u00e4ltnis der Generationen zur\u00fcckgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Globalisierung hat enth\u00fcllt, wie die brutale Kraft\u00e4u\u00dferung, die ihre Gegner so sehr am Mittelalter bewundert, durch geschickte Verhandlungen, zum Beispiel im Rahmen der WTO, ersetzt werden kann. Erst sie hat bewiesen, was die T\u00e4tigkeit der Menschen zustande bringen kann. Sie hat ganz andere Wunderwerke vollbracht als \u00e4gyptische Pyramiden, r\u00f6mische Wasserleitungen und gotische Kathedralen, sie hat ganz andere Z\u00fcge ausgef\u00fchrt als V\u00f6lkerwanderungen und Kreuzz\u00fcge.<br \/>\nDie Globalisierung kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente, also die Produktionsverh\u00e4ltnisse, also s\u00e4mtliche gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse fortw\u00e4hrend zu revolutionieren. Unver\u00e4nderte Beibehaltung der alten Produktionsweise war dagegen die erste Existenzbedingung aller fr\u00fcheren industriellen Klassen. Die fortw\u00e4hrende Umw\u00e4lzung der Produktion, die ununterbrochene Ersch\u00fctterung aller gesellschaftlichen Zust\u00e4nde, die ewige Innovation und Bewegung zeichnet die Globalisierungsepoche vor allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verh\u00e4ltnisse mit ihrem Gefolge von \u00fcberkommenen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgel\u00f6st, alle neu gebildeten veralten, ehe sie verkn\u00f6chern k\u00f6nnen. Alles St\u00e4ndische und Stehende verdampft, alles so genannte Heilige wird entweiht, und die Menschen haben endlich die Chance, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit n\u00fcchternen Augen anzusehen.<br \/>\nDer Wunsch nach einem stets ausgedehnteren Absatz f\u00fcr ihre Produkte, die der Befriedigung menschlicher Bed\u00fcrfnisse dienen, jagt die Globalisierer \u00fcber die ganze Erdkugel. \u00dcberall m\u00fcssen sie sich einnisten, \u00fcberall anbauen, \u00fcberall Verbindungen herstellen.<br \/>\nDie Globalisierung hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumption aller L\u00e4nder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum gro\u00dfen Bedauern der Reaktion\u00e4re der Industrie den nationalen Boden unter den F\u00fc\u00dfen weggezogen. Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden und werden noch t\u00e4glich vernichtet. Sie werden verdr\u00e4ngt durch neue Industrien, deren Einf\u00fchrung eine Lebensfrage f\u00fcr alle zivilisierten Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe, sondern den entlegensten Zonen angeh\u00f6rige Rohstoffe verarbeiten und deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen zugleich verbraucht werden. An die Stelle der alten, durch Landeserzeugnisse befriedigten Bed\u00fcrfnisse treten neue, welche die Produkte der entferntesten L\u00e4nder und Klimate zu ihrer Befriedigung erheischen. An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgen\u00fcgsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abh\u00e4ngigkeit der Nationen voneinander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschr\u00e4nktheit wird mehr und mehr unm\u00f6glich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur.<br \/>\nDie Globalisierung rei\u00dft durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterte Kommunikation alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waren sind die schwere Artillerie, mit der sie alle chinesischen Mauern in den Grund schie\u00dft, mit der sie den hartn\u00e4ckigsten Fremdenhass der Barbaren zur Kapitulation zwingt. Sie zwingt alle Nationen, die Produktionsweise der Globalisierer sich anzueignen, wenn sie nicht zugrunde gehen wollen; sie zwingt sie, die Zivilisation bei sich selbst einzuf\u00fchren, d.h. Globalisierer zu werden. Mit einem Wort, sie schafft sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde.<br \/>\nDie Globalisierung hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen. Sie hat enorme St\u00e4dte geschaffen, sie hat die Zahl der st\u00e4dtischen Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber der l\u00e4ndlichen in hohem Grade vermehrt und so einen bedeutenden Teil der Bev\u00f6lkerung dem Idiotismus des Landlebens entrissen. Wie sie das Land von der Stadt, hat sie die barbarischen und halbbarbarischen L\u00e4nder von den zivilisierten, die Bauernv\u00f6lker von den Globalisierungsv\u00f6lkern, den Orient vom Okzident abh\u00e4ngig gemacht.<br \/>\nDie Globalisierung hebt mehr und mehr die Zersplitterung der Produktionsmittel, des Besitzes und der Bev\u00f6lkerung auf. Sie hat die Bev\u00f6lkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen H\u00e4nden konzentriert.<br \/>\nDie notwendige Folge hiervon war die politische Zentralisation. Unabh\u00e4ngige, fast nur verb\u00fcndete Nationen mit verschiedenen Interessen, Gesetzen, Regierungen und Z\u00f6llen wurden zusammengedr\u00e4ngt in einen Staatenverbund, eine Freihandelszone, ein supranationales Klasseninteresse, eine Douanenlinie.<br \/>\nDie Globalisierung hat in ihrer kaum zweihundertj\u00e4hrigen Klassenherrschaft massenhaftere und kolossalere Produktionskr\u00e4fte geschaffen als alle vergangenen Generationen zusammen. Unterjochung der Naturkr\u00e4fte, Maschinerie, Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Dampfschifffahrt, Eisenbahnen, elektrische Telegraphen, Atomkraft, Informationstechnologie, Nanotechnik, Urbarmachung ganzer Weltteile, Schiffbarmachung der Fl\u00fcsse, ganze aus dem Boden hervorgestampfte Bev\u00f6lkerungen &#8211; welches fr\u00fchere Jahrhundert ahnte, dass solche Produktionskr\u00e4fte im Scho\u00df der gesellschaftlichen Arbeit schlummerten.<br \/>\nWir haben also gesehen: Die Produktions- und Verkehrsmittel, auf deren Grundlage sich die Globalisierung heranbildete, wurden in der feudalen Gesellschaft erzeugt. Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung dieser Produktions- und Verkehrsmittel entsprachen die Verh\u00e4ltnisse, worin die feudale Gesellschaft produzierte und austauschte, die feudale Organisation der Agrikultur und Manufaktur, mit einem Wort die feudalen Eigentumsverh\u00e4ltnisse den schon entwickelten Produktivkr\u00e4ften nicht mehr. Sie hemmten die Produktion, statt sie zu f\u00f6rdern. Sie verwandelten sich in ebenso viele Fesseln. Sie mussten gesprengt werden, sie wurden gesprengt.<br \/>\nAn ihre Stelle trat die freie Konkurrenz mit der ihr angemessenen gesellschaftlichen und politischen Konstitution, mit der \u00f6konomischen und politischen Herrschaft der Globalisierungsklasse.<br \/>\nUnter unsern Augen geht eine v\u00f6llig andere Bewegung vor. Die globalisierten Produktions- und Verkehrsverh\u00e4ltnisse, die globalisierten Eigentumsverh\u00e4ltnisse, die moderne globalisierte Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die Gewalten zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor. Seit Dezennien ist die Geschichte der Industrie und des Handels nicht mehr die Geschichte der Emp\u00f6rung der modernen Produktivkr\u00e4fte gegen die modernen Produktionsverh\u00e4ltnisse, gegen die Eigentumsverh\u00e4ltnisse, welche die Lebensbedingungen der Globalisierer und ihrer Herrschaft sind. Es gen\u00fcgt, die Handelskrisen zu nennen, welche in ihrer periodischen Wiederkehr immer wieder die St\u00e4rke der ganzen globalisierten Gesellschaft unter Beweis stellen. In den Handelskrisen wird ein gro\u00dfer Teil nicht nur der erzeugten Produkte, sondern der bereits geschaffenen Produktivkr\u00e4fte regelm\u00e4\u00dfig vernichtet. In den Krisen wird eine gesellschaftliche Reinigung vollzogen, welche allen fr\u00fcheren Epochen als ein Widersinn erschienen w\u00e4re &#8211; die Befreiung von der \u00dcberproduktion. Die \u00f6konomisch ungebildete Masse der Gesellschaft glaubt sich pl\u00f6tzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zur\u00fcckversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zuviel Zivilisation, zuviel Lebensmittel, zuviel Industrie, zuviel Handel besitzt.<br \/>\nDie Produktivkr\u00e4fte, die ihr zur Verf\u00fcgung stehen, dienen eben durch ihre Vernichtung zur Bef\u00f6rderung der globalisierten Eigentumsverh\u00e4ltnisse; sie waren zu gewaltig f\u00fcr diese Verh\u00e4ltnisse geworden. Die globalisierten Verh\u00e4ltnisse waren zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen. &#8211; Wodurch \u00fcberwindet die Globalisierung die Krisen? Einerseits durch die bewusste Vernichtung einer Masse von Produktivkr\u00e4ften; anderseits durch die Eroberung neuer M\u00e4rkte und die gr\u00fcndlichere Ausnutzung alter M\u00e4rkte. Wodurch also? Dadurch, dass sie die Bed\u00fcrfnisse m\u00f6glichst vieler Konsumenten zu befriedigen sucht und so die n\u00e4chste Krise m\u00f6glichst weit in die Zukunft verlagert.<br \/>\nDie Waffen, womit die Globalisierer den Feudalismus zu Boden geschlagen haben, richten sich auf diese Weise nicht gegen die Globalisierer selbst.<br \/>\nAber die Globalisierer haben nicht nur die Waffen geschmiedet, die ihr das Leben sichern; sie haben auch die M\u00e4nner gezeugt, die aufgrund ihrer Herrschaft den Tod finden werden &#8211; die einstmals modernen Arbeiter, die Proletarier.<br \/>\nIn demselben Ma\u00dfe, worin sich die Globalisierung, d.h. das Kapital, entwickelt, in demselben Ma\u00dfe entwickelte sich zun\u00e4chst das Proletariat, die Klasse der modernen Arbeiter, die nur so lange leben, als sie Arbeit finden, und die nur so lange Arbeit finden, als ihre Arbeit das Kapital vermehrt. Diese Arbeiter, die sich st\u00fcckweis verkaufen mussten, waren eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und daher gleichm\u00e4\u00dfig allen Wechself\u00e4llen der Konkurrenz, allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt.<br \/>\nDie Arbeit der Proletarier verlor durch die Ausdehnung der Maschinerie und die Teilung der Arbeit allen selbst\u00e4ndigen Charakter und damit allen Reiz f\u00fcr den Arbeiter. Er wurde ein blo\u00dfes Zubeh\u00f6r der Maschine, von dem nur der einfachste, eint\u00f6nigste, am leichtesten erlernbare Handgriff verlangt wurde. Die Kosten, die der Arbeiter verursachte, beschr\u00e4nkten sich daher fast nur auf die Lebensmittel, die er zu seinem Unterhalt und zur Fortpflanzung seiner Race bedurfte. Der Preis einer Ware, also auch der Arbeit, ist aber gleich ihren Produktionskosten. In demselben Ma\u00dfe, in dem die Widerw\u00e4rtigkeit der Arbeit wuchs, nahm daher der Lohn ab. Noch mehr, in demselben Ma\u00dfe, wie Maschinerie und Teilung der Arbeit zunehmen, in demselben Ma\u00dfe nimmt auch die Masse der gesellschaftlich notwendigen lebendigen Arbeit ab.<br \/>\nArbeitermassen, in der Fabrik zusammengedr\u00e4ngt, gibt es nicht mehr. Je weniger die Handarbeit erheischt wird, d.h. je mehr die moderne Industrie sich entwickelt, desto mehr wird die Arbeit der Proletarier durch die der Maschinen und Computer verdr\u00e4ngt. Es gibt nur noch Arbeitsinstrumente, die verschiedene Kosten machen, wobei die Kosten der Maschinerie zunehmend geringer werden als die der Proletarier. Ist die historische Notwendigkeit proletarischer Lohnarbeit beendigt, so fallen die ehemaligen Proletarier der staatlichen F\u00fcrsorge anheim. Die anderen Teile der Gesellschaft, der Hausbesitzer, der Kr\u00e4mer, der Pfandleiher usw., die bisherigen kleinen Mittelst\u00e4nde, die kleinen Industriellen, Kaufleute und Rentiers, die Handwerker und Bauern, alle diese Klassen behalten ihre Stellung, teils dadurch, dass ihr kleines Kapital f\u00fcr den Betrieb der gro\u00dfen Industrie nicht ausreicht und f\u00fcr die Konkurrenz mit den gr\u00f6\u00dferen Globalisierern uninteressant ist, teils dadurch, dass ihre Geschicklichkeit in gewissen Nischen immer noch eine Nachfrage findet.<br \/>\nDas Proletariat macht also verschiedene Entwicklungsstufen durch. Sein Kampf gegen die Globalisierer beginnt mit seiner Existenz.<br \/>\nIm Anfang k\u00e4mpfen die einzelnen Arbeiter, dann die Arbeiter einer Fabrik, dann die Arbeiter eines Arbeitszweiges an einem Ort gegen den einzelnen Globalisierer. Sie richten ihre Angriffe nicht nur gegen die globalisierten Produktionsverh\u00e4ltnisse, sie richten sie gegen die Produktionsinstrumente selbst; sie vernichten die fremden konkurrierenden Waren, sie zerschlagen die Maschinen, sie stecken die Fabriken in Brand, die suchen die untergegangene Stellung des mittelalterlichen Arbeiters wieder zu erringen.<br \/>\nAuf dieser Stufe bilden die Arbeiter eine \u00fcber das Land zerstreute und durch die Konkurrenz zersplitterte destruktive Masse. Massenhaftes Zusammenhalten der Arbeiter ist noch nicht die Folge ihrer eigenen Vereinigung, sondern die Folge der Vereinigung der Globalisierer, die zur Erreichung ihrer eigenen politischen Zwecke zun\u00e4chst das ganze Proletariat in Bewegung setzen muss. Auf dieser Stufe bek\u00e4mpfen die Proletarier noch die Reste der absoluten Monarchie, die Grundeigent\u00fcmer, die nichtindustriellen Bourgeois, die Kleinb\u00fcrger. Die ganze geschichtliche Bewegung ist so in den H\u00e4nden der Globalisierer konzentriert; jeder Sieg, der so errungen wird, ist ein Sieg der Globalisierung.<br \/>\nAber mit der Entwicklung der Industrie vermehrt sich zun\u00e4chst nicht nur das Proletariat; es wird in gr\u00f6\u00dferen Massen zusammengedr\u00e4ngt, seine Kraft scheint zu wachsen, und es glaubt sie immer mehr zu f\u00fchlen. Die Interessen, die Lebenslagen innerhalb des Proletariats gleichen sich immer mehr aus, indem die Maschinerie mehr und mehr die Unterschiede der Arbeit verwischt und den Lohn fast \u00fcberall auf ein gleich niedriges Niveau herabdr\u00fcckt. Die Arbeiter beginnen damit, Koalitionen gegen die Globalisierer zu bilden; sie treten zusammen zur Behauptung ihres Arbeitslohns. Sie stiften selbst dauernde Assoziationen, um sich f\u00fcr die gelegentlichen Emp\u00f6rungen zu verproviantieren.<br \/>\nVon Zeit zu Zeit siegen die Arbeiter, aber nur vor\u00fcbergehend. Denn die immer rascher sich entwickelnde, unaufh\u00f6rliche Verbesserung der Maschinerie macht ihre ganze Lebensstellung immer unsicherer. Das eigentliche Resultat ihrer K\u00e4mpfe ist nicht der unmittelbare Erfolg, sondern die immer weiter um sich greifende Zersplitterung der Arbeiter. Sie wird bef\u00f6rdert durch die wachsenden Kommunikationsmittel, die von der gro\u00dfen Industrie erzeugt und gesteuert werden und die Arbeiter der verschiedenen Lokalit\u00e4ten gegeneinander ausspielen. Es bedarf also blo\u00df der Verbindung, um die vielen Lokalk\u00e4mpfe von \u00fcberall gleichem Charakter zu isolierten Aktionen zu erkl\u00e4ren. Die Vereinigung, zu der die B\u00fcrger des Mittelalters mit ihren Vizinalwegen Jahrhunderte bedurften, bringen die modernen Globalisierer mit privaten Rundfunk- und Fernsehsendern umgekehrt identisch in wenigen Jahren zustande.<br \/>\nDie Organisation der Proletarier zur Klasse, und damit zur politischen Partei, wurde also wieder gesprengt durch die Konkurrenz unter den Arbeitern selbst, und sie hat keine Chance, neu zu erstehen.<br \/>\nIn Zeiten endlich, wo der Klassenkampf sich der Entscheidung n\u00e4hert, nimmt der Aufl\u00f6sungsprozess innerhalb der Proletarierklasse einen so heftigen, so grellen Charakter an, dass ein kleiner Teil sich von ihr lossagt und sich der revolution\u00e4ren Klasse anschlie\u00dft, der Globalisierungsklasse, welche die Zukunft in ihren H\u00e4nden tr\u00e4gt. Umgekehrt wie fr\u00fcher ein Teil des Adels zur Bourgeoisie \u00fcberging, so geht jetzt ein Teil des intelligenteren Proletariats zu den Globalisierern \u00fcber, und namentlich ein Teil dieser Proletarierideologen, welche zum theoretischen Verst\u00e4ndnis der ganzen geschichtlichen Bewegung sich hinaufgearbeitet haben.<br \/>\nVon allen Klassen, welche heutzutage dem Proletariat gegen\u00fcberstehen, sind nur die Globalisierer eine wirklich revolution\u00e4re Klasse. Die \u00fcbrigen Klassen verkommen und gehen unter mit der gro\u00dfen Industrie, die Globalisierung ist ihr eigenstes Produkt.<br \/>\nDie Mittelst\u00e4nde, der kleine Industrielle, der kleine Kaufmann, der Handwerker, der Bauer, sie alle bek\u00e4mpfen, wenn sie k\u00e4mpfen, die Globalisierung, um ihre Existenz als Mittelst\u00e4nde vor dem Untergang zu sichern. Sie sind also nicht revolution\u00e4r, sondern konservativ. Noch mehr, sie sind reaktion\u00e4r, sie suchen das Rad der Geschichte zur\u00fcckzudrehen.<br \/>\nDas Lumpenproletariat, diese passive Verfaulung der untersten Schichten der alten Gesellschaft, wird durch systematische Medienverdummung ruhiggestellt.<br \/>\nAlle Klassen, die sich die Herrschaft eroberten, so auch die Globalisierer, suchten ihre schon erworbene Lebensstellung zu sichern, indem sie die ganze Gesellschaft den Bedingungen ihres Erwerbs unterwarfen. Die Proletarier wollten sich die gesellschaftlichen Produktivkr\u00e4fte erobern, indem sie ihre eigene bisherige Aneignungsweise und damit die ganze bisherige Aneignungsweise abschaffen. Dieses Konzept ist gescheitert.<br \/>\nEs bleibt, wie es immer war: Alle Bewegungen sind Bewegungen von Minorit\u00e4ten oder im Interesse von Minorit\u00e4ten. Die proletarische Bewegung w\u00e4re nichts anderes gewesen. Aber das Proletariat, die unterste Schicht der jetzigen Gesellschaft, konnte sich nicht erheben, nicht aufrichten.<br \/>\nObgleich nicht dem Inhalt, war der Form nach der Kampf des Proletariats gegen die Globalisierer zun\u00e4chst ein nationaler. Das Proletariat eines jeden Landes wollte nat\u00fcrlich zuerst mit seinen eigenen Globalisierern fertig werden. Schon diese isolierten K\u00e4mpfe waren zum Scheitern verurteilt.<br \/>\nIndem wir die allgemeinsten Phasen der Entwicklung des Proletariats zeichneten, verfolgten wir den mehr oder minder versteckten B\u00fcrgerkrieg innerhalb der bestehenden Gesellschaft bis zu dem Punkt, wo er angesichts der zunehmenden Obsoletheit des Proletariats die endg\u00fcltige Herrschaft der Globalisierer begr\u00fcndet.<br \/>\nAlle bisherige Gesellschaft beruhte, wie wir gesehen haben, auf dem Gegensatz unterdr\u00fcckender und unterdr\u00fcckter Klassen. Um aber eine Klasse unterdr\u00fccken zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen ihr Bedingungen gesichert sein, innerhalb derer sie wenigstens ihre knechtische Existenz fristen kann. Sie muss ben\u00f6tigt werden. Der moderne Arbeiter, statt sich mit dem Fortschritt der Industrie zu heben, sinkt immer tiefer unter die Bedingungen seiner eigenen Klasse herab. Der Arbeiter wird zum Pauper, und der Pauperismus entwickelt sich noch schneller als Bev\u00f6lkerung und Reichtum. Es tritt hiermit offen hervor, dass das Proletariat unf\u00e4hig ist, jemals die herrschende Klasse der Gesellschaft zu werden und die Lebensbedingungen seiner Klasse der Gesellschaft als regelndes Gesetz aufzuzwingen. Es ist unf\u00e4hig zu herrschen, weil es unf\u00e4hig ist, sich selbst zu erhalten, von anderen ganz zu schweigen.<br \/>\nDie wesentliche Bedingung f\u00fcr die Existenz und f\u00fcr die Herrschaft der Globalisiererklasse ist die Anh\u00e4ufung des Reichtums in den H\u00e4nden von Privaten, die Bildung und Vermehrung des Kapitals; die Bedingung der Globalisierung ist die Nutzung der Arbeit anderer. Der Fortschritt der Industrie, dessen planende und lenkende Tr\u00e4ger die Globalisierer sind, setzt an die Stelle des ohnm\u00e4chtigen Revolutionsversuchs der Arbeiter den immer w\u00e4hrenden Konsum. Mit der Entwicklung der gro\u00dfen Industrie wird also unter den F\u00fc\u00dfen des Proletariats die Grundlage selbst hinweggezogen, worauf es produziert. Sie produziert seinen Totengr\u00e4ber. Ihr Sieg und der Untergang des Proletariats sind gleich unvermeidlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich empfehle, diese zwei Manifeste im direkten Zeilenvergleich zu lesen -dies ist leichter mit der folgenden PDF-Datei, die browser- und betriebssystemunabh\u00e4ngig ist: http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/manif.pdf &nbsp; Es folgen die Texte f\u00fcr die Suche: Ein Gespenst geht um in Europa &#8211; das Gespenst des Kommunismus. 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